Viele Online-Shops behaupten, dass sie THC-haltige Produkte legal nach Deutschland liefern. Wir haben uns einen der grössten Anbieter, Canapuff, genauer angesehen und geprüft, ob die Versprechen stimmen oder ob hinter der "High"-Werbung lediglich die gesetzliche 0,2 % THC-Grenze steckt. Der Shop bietet zahlreiche "High"-Produkte wie THC-Gummibärchen und Brownies an und verschickt laut Auswahlmenü auch nach Deutschland.
Produkte mit angeblich starkem Effekt
Bei THC-Gummibärchen wird die Wirkung offen angepriesen: Jedes Gummibärchen wiegt 5 g und enthält 10 mg THC. Der Anbieter betont, dass diese Süßigkeiten "ein starkes und gleichzeitig köstliches Erlebnis" bieten und schon 2–3 Stück für einen intensiven Rausch ausreichen. Gleichzeitig wird die Einhaltung der EU-Norm hervorgehoben: "Unsere in der EU hergestellten Produkte entsprechen den europäischen Standards. THC-Gehalt maximal 0,2 %". Auch die THC-Brownies werden als schokoladiger Genuss mit intensiver Wirkung beworben, obwohl der Hersteller ebenfalls auf die 0,2 %-Grenze hinweist.
Rechtslage und 0,2 %-Grenze
Die 0,2 %-Grenze spielt eine zentrale Rolle. Nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz dürfen CBD-Produkte lediglich bis zu 0,2 % THC enthalten. Laut IamExpat sind Cannabisblüten zwar seit April 2024 für Erwachsene legal, jedoch ist der Verkauf von Edibles wie Brownies oder Gummibärchen weiterhin verboten, weil die Herstellung von Extrakten untersagt bleibt. Der Umstand, dass Canapuff seinen Sitz in Tschechien hat und die Produkte von dort versendet, macht die Rechtslage kompliziert: In Deutschland dürfen solche Edibles nicht verkauft werden, auch wenn sie weniger als 0,2 % THC enthalten.



