Der Grinder dreht sich schwerer als früher, das Kraut wird ungleichmäßig zerkleinert oder bleibt in größeren Stücken hängen – viele denken dann sofort an stumpfe Zähne. Doch ist das wirklich das Problem, und kann man einen Grinder überhaupt schärfen? Wir klären, was hinter dem Nachlassen der Mahlleistung steckt und wann sich Reinigen, Reparieren oder ein neuer Grinder lohnt.
Warum ein Grinder überhaupt "stumpf" wird
Die Zähne eines Cannabis-Grinders sind meist aus Aluminium, Zink oder Edelstahl gefräst oder gegossen – ein massives, diamantförmiges Profil, das nicht mit einer Messerklinge vergleichbar ist. Anders als eine Klinge nutzt sich dieses Profil beim normalen Gebrauch kaum ab. Was sich wie Stumpfheit anfühlt, ist in den allermeisten Fällen kein Materialverschleiß, sondern Harz- und Kief-Rückstände, die sich zwischen den Zähnen und am Gewinde festsetzen und die Bewegung blockieren.
Verharzt oder wirklich abgenutzt? So erkennst du den Unterschied
Ein verharzter Grinder dreht sich zäh oder ruckelt, lässt sich aber nach dem Reinigen wieder leicht bewegen und mahlt danach genauso fein wie am ersten Tag. Ein wirklich verschlissener Grinder zeigt andere Anzeichen: Die Zähne wirken sichtbar abgerundet oder haben Ecken verloren, das Kraut wird trotz sauberer Mühle grob und ungleichmäßig zerrieben statt geschnitten, oder das Gewinde zwischen den Hälften ist ausgeleiert und wackelt spürbar. Nur im zweiten Fall hilft Reinigen allein nicht weiter.
Reinigen: Der erste und meist einzige nötige Schritt
In den meisten Fällen reicht eine gründliche Reinigung völlig aus. Zerlege den Grinder komplett und lege die Metallteile für 20 bis 30 Minuten in hochprozentigen Isopropylalkohol – bei stark verharzten Modellen auch länger. Anschließend lösen sich Rückstände mit einer alten Zahnbürste oder einer weichen Drahtbürste leicht aus den Zähnen und dem Gewinde. Wer keinen Alkohol zur Hand hat, kann den zerlegten Grinder auch für eine Stunde ins Gefrierfach legen: Das Harz wird spröde und lässt sich anschließend mit einer Bürste abklopfen. Nach dem Trocknen dreht sich das Gewinde in der Regel wieder wie neu.




