Wer nach einem „legalen High" in Deutschland sucht, stößt schnell auf HHCFriends – einen Online-Shop aus Tschechien, der über 14 verschiedene Cannabinoide anbietet: von THCA über HHZ bis hin zu H4CBD. Der Shop wirbt mit über 65.000 zufriedenen Kunden, EU-zertifiziertem Hanf und Laborprüfungen. Aber was steckt wirklich dahinter – und ist der Kauf in Deutschland überhaupt legal?
Das Sortiment: 14+ Cannabinoide in allen Formen
HHCFriends bietet ein breites Spektrum an Produkten: Blüten, Vapes, Hash, Gummies, Liquids und Joints – alles in verschiedenen Cannabinoid-Varianten. Zu den aktuell angebotenen Wirkstoffen zählen THCA, T9HC, HHZ, CBD, CBG9, H4CBD, 10-OH-HHCP, THP420 und 10-OH-THC.
Das klingt nach einem umfassenden Angebot für Cannabinoid-Enthusiasten. Tatsächlich spiegelt die Produktpalette aber vor allem eines wider: die ständige Suche nach Wirkstoffen, die sich in einer rechtlichen Grauzone befinden. Seit dem HHC-Verbot in Deutschland am 27. Juni 2024 haben Shops wie HHCFriends ihr Sortiment auf Alternativen wie THCA, HHZ und andere Derivate umgestellt.
Rechtslage: Was ist seit dem HHC-Verbot erlaubt?
Seit dem 27. Juni 2024 ist HHC (Hexahydrocannabinol) in Deutschland verboten – über das NpSG (Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz), nicht über das klassische Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Herstellung, Verkauf, Erwerb und Einfuhr sind strafbar. Besitz und Konsum bleiben hingegen straflos.
Viele der heute angebotenen Alternativen bewegen sich rechtlich auf dünnem Eis. THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) ist zwar nicht identisch mit THC, wandelt sich aber beim Erhitzen direkt in Delta-9-THC um – den klassischen psychoaktiven Wirkstoff. Ob THCA und ähnliche Cannabinoide in Deutschland als Vorläuferstoffe reguliert werden, ist juristisch noch nicht abschließend geklärt.
HHCFriends selbst formuliert seinen Disclaimer vorsichtig: Alle Produkte werden „ausschließlich als Sammel- und Aromaartikel verkauft". Diese Formulierung ist in der Branche weit verbreitet – sie verschiebt die rechtliche Verantwortung auf den Käufer, ohne die beworbene Wirkung der Produkte in Frage zu stellen.



